Wunderschöner Klangteppich

Orchester oN musiziert mit Cellistin Lida Limmer

Das Orchester oN und die Cellistin Lida Limmer unter der Leitung von Gerhard Koschel. – Foto: privat

Viele Akkordeonbegeisterte sind derEinladung des Orchesters oN unter derLeitung von Gerhard Koschel zum Abend „Akkordeon konzertant“ in den Festsaal des Schlosses Freudenhain gefolgt. Einmal im Jahr präsentiert das mehrfach preisgekrönte Orchester „oN“ des 1. Akkordeon-Orchesters Passau ein sehr anspruchsvolles konzertantes Programm. Das Eröffnungsstück stammte ursprünglich aus der Feder von Ludwig van Beethoven: die bekannte Ouvertüre zu Goethes Schauspiel „Egmont“. Die Akkordeonisten trafen einfühlsam die verschiedenen Stimmungen des Werkes: den Trauermarsch der Unterdrückten, das leidenschaftliche Allegro-Hauptthema, die Liebesmelodien und am Ende der Ouvertüre die Siegessinfonie. Zwischen den Stücken spannte Gerhard Koschel in seinen kurzen Erzählungen den Bogen von Lebensereignissen der Komponisten bis hin zu Ereignissen in der Weltgeschichte der jeweiligen Zeit. Für das zweite Stück hatte sich der Orchesterleiter wieder etwas ganz besonderes ausgesucht: das Cellokonzert Nr. 1 in a-Moll, op. 33 von Camille Saint-Saëns. Für den Solopart am Cello konnte die 14 Jahre junge Cellistin Lida Limmer gewonnen werden: Die hochbegabte Musikerin, die bereits als Jungstudentin an der Anton Bruckner Privatuniversität für Musik in Linz studiert, beeindruckte mit ihrem perfekten Musizieren. Die schwierigen Passagen meisterte sie souverän und einfühlsam – Dirigent, Solistin und Orchester ließen sich im gemeinsamen Spiel stimmig aufeinander ein, wodurch ein wunderschöner Klangteppich aus den verschiedenen Instrumenten entstand. Das letzte Konzertstück des Abends kam von Igor Stravinsky: die Pulcinella Suite. Ein musikalisches Verwirrspiel mit einer Vervierfachung des Hauptakteurs Pulcinella: die Liebesabenteuer desselben lösen sich nach einem wilden Tarantellatanz in ein triumphales Happy End auf. Die Darstellung der verschiedenen Charaktere Pulcinellas forderten sowohl das musikalische wie auch technische Können der Akkordeonisten. Begeistert forderten die rund 100 Zuhörer eine Zugabe und wurden mit dem Finalsatz aus der „Symphony Classique“ von Sergei Prokofiev belohnt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Heidi Alfery geehrt. Sie gibt nach 35 Jahren ihr Vereinsamt der Kassiererin ab. Für dieses enorme ehrenamtliche Engagement wurde sie von der stellvertretenden Vorständin Sandra Leimer zur Ehrenamtskassiererin in Verbindung mit der Ehrenmitgliedschaft ernannt. − red